Im Februar 1946 bin ich als Tochter einer kleinen Fabrikantenfamilie im Vogtland geboren.

Bis 1961 besuchte ich dort die Schule, zuletzt die “Erweiterte Oberschule”.

Im Juli 1961 verließ ich zusammen mit meinem Vater die Geborgenheit der Heimat. Dieser Wechsel und der Bau der Mauer prägte mein folgendes Leben. Vieles war plötzlich versperrt - unerreichbar.

Es folgten häufige Schul- und Wohnortwechsel in einer fremden, neuen Welt. Schließlich entschied ich mich für den Beruf der Drogistin, den ich später jedoch nie ausübte.

Früh folgte ich der Liebe, der erwünschten Heirat. Nacheinander folgten zwei Wunschkinder/Söhne. Jahre später eine Wunschtochter als Nachzüglerin. Meine Kinder bereicherten mein Leben. Eine wichtige Zeit für mich. Viele Jahre war ich sorgende Hausfrau und Mutter. Leider wurde daraus kein lebenslanger Weg der Gemeinsamkeit. Nach meiner Scheidung wandelte sich mein Leben in eine fremde Anderswelt. Meine positive Grundhaltung half mir in allen Lebenssituationen, auch schwierige Zeiten anzunehmen.
Die letzten 25 Jahre meines Arbeitslebens bis 2006, verbrachte ich in einem großen Bonner Industrieunternehmen als Industriekauffrau. Viele Jahre als Einkäuferin.

Als Rentnerin freue ich mich lebensbejahend in einen neuen Tag blicken zu dürfen. Gerne bringe ich mich mit ehrenamtlicher Arbeit ins Geschehen ein. Motto: “Jeden Tag eine gute Tat“.

Interessengebiete:
Meine Hobbys sind das Malen, welche oft naturalistisch bis mystisch wirken. Meistens recht bunt. Das bin ich. Leise Rhythmen von fremder Musik begleiten mich dabei.
Am Aufregendsten ist jedoch das Schreiben von spannenden Märchen / Fantasiegeschichten für Groß und Klein. Deren Abtauchen und die großen Augen, das Lächeln geben meinen Zeilen recht.
„Sie erleben das Erzählte spürbar mit“.
Historie alter Götter und Gelehrter, mystische Gestalten vergangener Welten, instrumentale Weltmusik und die „Wunderwelt Natur“ in vielfältigster Weise inspirieren mich. Hier entspanne ich und sammle neue Kraft.

Gerne denke ich an meinen Opa, der mir wohl die Gabe des Schreibens in die Wiege legte. Er erfand viele fesselnde Storys und schrieb bereits damals zusammen mit mir kleine Geschichten. Meine Omi schenkte mir viel Zeit und liebevolle Zuwendung. Sie war immer für mich da.

Für mich gibt es immer wieder wundervolle Zeiten der Muse. Die Gedanken wandern zurück in die Kinderzeit. Auch in die Zeit, als ich die Mutterrolle inne hatte. Das ist lange her.

So entstand das komische Fliegkamel:
Es war ein Urlaub auf einem Campingplatz in Holland. Das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung. Kinder wollen beschäftigt sein. Also saß ich mit einigen Kids auf dem dortigen Spielplatz und ließ sie Tiere malen. Meine Tochter ging noch nicht zur Schule. Mit ihrer kleinen Hand gestaltete sie ein krakeliges Kamel mit Flügeln. Das regte meine Fantasie an. Später, als sie schlief, dachte ich mir dazu eine Geschichte aus und notierte sie auf einem Zettel. Den Kindern erzählte ich oft diese seltsame Geschichte vom “Fliegkamel”.
Offensichtlich gefiel das moderne Märchen, es wurde immer mäuschenstill um uns herum. Jahre später, ich hatte alles längst vergessen, bis mir der zerknitterte Zettel beim Aufräumen in die Hände fiel. Damit wurde dieses kleine Buch geboren und wartet neugierig auf seine kleinen Leseratten.

Ich beschäftige mich oft intensiv mit meinem Inneren, was ich will, wer ich bin. Fazit: Das Kind in mir wurde neu entdeckt. Meine Fantasie schafft fremde unbekannte Figuren in bunten Traumwelten, einfach zum Abtauchen, zum Verzaubern, zum Nachdenken. Ich bin sehr positiv denkend geprägt und will stets das Gute.
Heute habe ich endlich die Muse, alles aufzuschreiben. Gespitzte Ohren danken es mir. Das bestärkt mich weiter zu machen.
So aus mir heraus erfand ich so auch meinen zweiten Titel “ Der einsame Wolf und die traurige Häsin” - eine ungewöhnliche und spannende Geschichte voller Abenteuer. Vielleicht spielten meine Erfahrungen hier eine wesentliche Rolle. Andersartigkeit wird heute vorschnell negativ kritisiert. Mobbing ist ein Beispiel dafür.
Meine Fantasie hält mich jung. “Großmütter sind Mütter, denen der liebe Gott eine zweite Chance gibt!” (unbekannt)

Das Wichtigste für mich:
Der Spaßfaktor ist für mich das Wichtigste. Dazu das menschliche Miteinander, welches daraus entstehen kann. Meine Hobbys machen mich zu einem, immer noch, Ideen sprühenden Menschen, der Werte schätzt und diese lebt. Diese Eigenschaften vermittle ich auch gerne an Kinder. Sie geben mir viel zurück, sie schenken mir ihr Vertrauen, ihre Zeit.

Ich bin glücklich, dass ich damit auch als Leih - Omi gut ankomme, Kinder meine Fantasiegeschichte spannend finden und ich etwas Wundervolles vermitteln darf.